Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Patienteninformation: Computertomographie

- Gefäßdarstellung
Übersicht
Was ist eine Computertomographie ?
Die Computertomographie (CT) ist ein modernes Verfahren der Bildgebung mit Röntgenstrahlen. Es werden viele kleine Bildanteile aus verschiedenen Richtungen aufgenommen, die dann vom Computer rechnerisch zu größeren Bildern zusammengesetzt werden. Es entstehen dabei Bilder, die diagnostisch sehr wichtige Ansichten zeigen, z.B. verschiedene Schnittebenen. Man spricht von "Schnitten", weil ein Bildeindruck entsteht, der an das scheibchenweise Zerschneiden von Gewebe erinnert. Überlagerungen durch Knochen oder Luft, die bei der normalen Röntgenuntersuchung nicht „wegretuschierbar“ sind, können dank der Bildbearbeitungstechnik nicht mehr stören. Dementsprechend kann man gesunde und erkrankte Strukturen meist gut unterscheiden. Gerade in der Tumordiagnostik liegt ein großer diagnostischer Gewinn im Einsatz der Computertomographie.
Die Spiralcomputertomographie ist eine spezielle Untersuchung, bei der eine Röntgenröhre mit einem Detektor um den Patienten rotiert. Bei jeder Umdrehung (Rotation) können mit unserem Computertomographen mehrere Schichten gleichzeitig dargestellt werden.
Mit modernen Geräten ist es möglich, zur Untersuchung größerer Körperstrecken (z.B. ganzer Bauchraum) oder bei Aufnahmen von bewegten Organen (z.B. Lungen, Nieren, Arterien) eine besonders schnelle, spiralförmige Aufnahmetechnik (Spiral - CT) auszuführen, die auch eine Aufnahme während angehaltener Atembewegung (ca. 15 - 30 sek.) erlaubt. Eine neue Generation von Computertomographen erlaubt mittlerweile auch die Darstellung des schlagenden Herzen.
Was versteht man unter einer CT-gesteuerten Gewebsentnahme (Biopsie)?
Unter computertomographischer Steuerung und Sicht ist es möglich, mit Hilfe von feinen Kanülen Gewebsproben aus verschiedenen Organen zu entnehmen. Die Computertomographie dient dabei dazu, den Erkrankungsherd genau zu treffen und eine Verletzung benachbarter Organe zu verhindern. Das entnommene Gewebe wird dann zur feingeweblichen Untersuchung weitergeleitet.
Was ist eine Drainage?
Bei Bildung von kleineren ( bis 5 cm Durchmesser ) entzündlichen Gewebseinschmelzungen / Eiteransammlungen (Abszessen) können unter CT-Sicht gezielt Katheter eingelegt werden, um so zu einer schonenden und raschen Entlastung und Abheilung - ohne Notwendigkeit einer Operation - beizutragen .
Was versteht man unter einer Sympathikolyse?
Die Sympathikolyse oder Grenzstrangblockade ist eine Methode zur Verbesserung der Durchblutung der Arterien bei bestimmten Formen von Gefäßerkrankungen. Dazu wird ebenfalls mittels CT-Steuerung über feine Kanülen eine spezielle Flüssigkeit um die entsprechenden funktionellen Nervenknoten direkt vor die Wirbelsäule injiziert.
Was ist eine CT-Angiographie?
Bei der CT - Angiographie wird das zu untersuchende Gefäßsystem mit einem Röntgenkontrastmittel markiert, welches über eine kleine venöse Kanüle gespritzt wird. Das Kontrastmittel fließt dabei in den Gefäßen entlang und ermöglicht so Aussagen über den Zustand der Gefäßwände, Gefäßverschlüsse, Kalkeinlagerungen oder besondere Eigenschaften des Blutflusses. In der Gefäßheilkunde spielt die CT damit eine Rolle in der Vermessung von Aneurysmen (Gefäßaussackungen), sowie der Darstellung von Gefäßverkalkungen, schwierigen anatomischen Verhältnissen, sowie in der Begleitdiagnostik von betroffenen Organsystemen.
Die Untersuchungszeit (von der nur Sekunden auf die eigentliche Röntgenanwendung entfallen) beträgt 10 - 30 Minuten.
Die Bildnachbearbeitung erlaubt 2 - und 3- dimensionale Rekonstruktionen, die in der Gefäßdiagnostik insbesondere bei komplizierten anatomischen oder pathologischen (krankhaften) Gefäßveränderungen von Interesse sind, um dem Gefäßchirurgen eine bessere räumliche Orientierung zu ermöglichen.
Was muss ich vor der Untersuchung beachten?
Bei der Untersuchung von Kopf, Hals und Brustraum ist zumeist keine besondere Vorbereitung nötig.
Bei der computertomographischen Untersuchung des Bauches, vom Arzt als Abdomen bezeichnet, wird die Qualität der Untersuchung durch die Gabe eines oralen Kontrastmittels erheblich verbessert. Sie müssen hierfür eine bestimmte Menge Kontrastmittel trinken (ca. 1 Liter). Da diese Menge nicht innerhalb von 10 Minuten getrunken werden kann, müssen Sie mit einer Vorbereitungszeit von mindestens zwei Stunden rechnen. Diese Zeit sollten Sie zusätzlich einplanen.
Das Kontrastmittel verteilt sich in dieser Zeit im gesamten Darmtrakt. Damit können Darmstrukturen von anderen Organen abgegrenzt werden.
Bei vielen computertomographischen Untersuchungen ist die intravenöse Gabe von jodhaltigem Kontrastmittel notwendig. Für den untersuchenden Arzt ist es daher wichtig, ob Sie an einer Schilddrüsenerkrankung leiden bzw. orale Antidiabetika einnehmen , um gemeinsam mit Ihnen entsprechende vorbeugende oder nachsorgende Maßnahmen zu ergreifen.
Selten werden Allergien (z.B. Hautrötung, Juckreiz, Übelkeit) beobachtet, die in der Regel medikamentös behandelt werden können. Auch vorab kann bei Patienten mit bekannten Allergien durch Medikamente eine allergische Reaktion unterbunden werden.
Da mit unserem Computertomographen sowohl ambulante Patienten als auch Patienten aus dem Krankenhaus sowie akute Notfälle und Unfälle untersucht werden bitten wir für eventuelle Wartezeiten um Verständnis.
Wie läuft die CT-Untersuchung ab?
Die Untersuchung besteht aus einer oder mehreren Bildserien und dauert zwischen 6 Sekunden und ca. 15 Minuten.
Auch bei der Computertomographie gilt absolut ruhiges Liegen als wichtigste Voraussetzung für eine hohe Aussagekraft der Untersuchung. Dies ist vergleichbar mit dem Fotografieren – Unruhe ergibt verwackelte, unscharfe Bilder.
Abhängig von der Fragestellung und Auswertungsmethode benötigen wir noch eine gewisse Zeit, um die Bilder nachzubearbeiten und auszuwerten. Dabei fließen unterschiedliche Dichtewerte , Kontrastmittelaufnahme von Gewebsstrukturen im zeitlichen Verlauf in die Auswertung mit ein .
Auf Wunsch werden Ihnen im Gespräch die Befunde abschließend erläutert.





