Klinik für Chirurgie
Zentrum für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie
Schilddrüsenchirurgie
In Deutschland werden jährlich ca. 100 000 Schilddrüsen-Operationen durchgeführt. Damit zählt sie zu den vier häufigsten Operationen in der Allgemeinchirurgie. Gutartige Knotenbildungen mit oder ohne Hormonstörungen der Schilddrüse sind die überwiegende Ursache für eine notwendige Operation. Aber auch Störungen der Atmung durch Druck auf die Luftröhre (bei großer Struma = Schilddrüsenvergrößerung) und die Gefahr bösartiger Neubildungen in der Schilddrüse stellen einen Grund für die Operation dar.
Vor jeder Operation sollte eine genaue Untersuchung der Veränderungen durchgeführt werden. Dazu zählen die Bestimmung von Blutwerten, eine Ultraschall-Untersuchung und die sogenannte Schilddrüsen-Szintigrafie (Funktionsüberprüfung, bei der die Fähigkeit der Schilddrüse gemessen wird, Schilddrüsenhormon im Überfluss, in normaler Menge oder zu geringer Menge zu produzieren). Sollte bei diesen Untersuchungen eine Schilddrüsenüberfunktion festgestellt werden, ist vor der Operation eine 3-4tägige stationär-medikamentöse Vorbereitung erforderlich.
Schilddrüsenüberfunktion = Hyperthyreose |
Die Operation wird über einen kleinen Schnitt an der Halsvorderseite durchgeführt. Je nach dem Ausmaß der krankhaften Veränderungen muss das gesamte erkrankte Gewebe entfernt werden. Jährlich unterziehen sich über 250 Patienten in unserer Klinik einer solchen Operation. Besondere Sorgfalt gilt bei dem Eingriff den Stimmnerven und Nebenschilddrüsen. Seit kurzem verfügt die Klinik über ein Stimmnerven-Monitor, womit die Gefahr einer Nervenverletzung für die Betroffenen verringert werden konnte.
Nach jeder Schilddrüsen-Operation sollte eine intensive Kontrolle in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, um Rezidive zu vermeiden. Dabei kann die Verordnung von Jod- oder Schilddrüsenhormonen in Abhängigkeit vom verbliebenen Schilddrüsengewebe erforderlich sein.






