Klinikum Südstadt Rostock
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Klinikum Südstadt Rostock
Qualitätsbericht 2010

Curriculum für die Weiterbildung zum Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

 

Das Gebiet der Gynäkologie und Geburthilfe umfasst die Pränatalmedizin, Geburtshilfe, allgemeine Gynäkologie, gynäkologische Onkologie, Urogynäkologie und onkologische Systemtherapie.

Das Curriculum gründet sich auf die Weiterbildungsordnung und die Richtlinien über den Erhalt der Weiterbildung der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern sowie die Empfehlung der DGGG zur Weiterbildung im Fachgebiet Frauenheilkunde.

 

1. Charakteristik der Weiterbildungsstätte

 

Die Universitäts-Frauenklinik am Klinikum Südstadt der Hansestadt Rostock ist ein Haus der Maximalversorgung. Es werden alle Bereiche der Gynäkologie und Geburtshilfe mit Ausnahme der Reproduktionsmedizin im Haus abgebildet. Der Frauenklinik angeschlossen ist eine Abteilung für Neonatologie mit neonatologischer Intensiveinheit, so dass die Frauenklinik als Perinatalzentrum Level I deklariert wurde. Einen wesentlichen Schwerpunkt stellt die Betreuung von Risikoschwangerschaften bzw. Risikogeburten dar. Die Gynäkologie ist durch einen hohen Anteil onkologischer Patientinnen charakterisiert. Das Spektrum wird weiter abgerundet durch eine Vielzahl von Spezialambulanzen sowie einer großen poliklinischen Gynäkologie mit zahlreichen ambulanten Operationen. Zur Frauenklinik gehört auch die Onkologische Fachambulanz bzw. Tagesklinik, in der gynäkologische Patientinnen systemisch therapiert werden. Insgesamt stehen der Frauenklinik 126 Betten zur Verfügung. Alle zeitgemäßen Behandlungsverfahren werden angeboten bzw. angewandt. Es besteht eine enge Kooperation mit den Nachbardisziplinen (Anästhesie, Chirurgie, Innere Medizin, Onkologie, Neonatologie).

 

2. Weiterbildungsbefugnisse an der Universitäts-Frauenklinik am Klinikum Südstadt

 

An der Universitäts-Frauenklinik bestehen derzeit folgende Weiterbildungsbefugnisse:

           

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Prof. Dr. med. habil. B. Gerber, 5 Jahre

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Prof. Dr. med. habil. V. Briese, 5 Jahre

 

Zusatzweiterbildungen

Gynäkologische Onkologie: Prof. Dr. med. habil. B. Gerber, 3 Jahre

Gynäkologische Onkologie: Priv.-Doz. Dr. med. habil. T. Reimer, 1 Jahr

Geburtshilfe und Perinatalmedizin:  Dr. med. M. Bolz, 3 Jahre

Geburtshilfe und Perinatalmedizin:  Prof. Dr. med. V. Briese, 3 Jahre

Operative Gynäkologie: Prof. Dr. med. habil. B. Gerber, 2 Jahre

 

 

3. Weiterbildungsinhalte entsprechend der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer

 

www.aek-mv.de/upload/file/aerzte/Weiterbildung/Logbuecher/Fachgebiete/Gynaekologie.pdf

 

 

 

4. Struktur und Ablauf der Weiterbildung

 

Der Ablauf der Weiterbildung teilt sich in die aufeinanderfolgenden Abschnitte bzw. Bereiche auf. Einmal im Jahr ist gemäß § 8 WBO ein nachweispflichtiges Gespräch des Weiterbildungsassistenten mit dem Weiterbildungsbefugten über den Stand der Weiterbildung zu führen.

 

 

 

5. Dokumentation

 

Monat

Station

1. – 12.

43. – 48.

55. – 60.

Gyn. stationär

operative Eingriffe, davon

 - am äußeren und inneren Genitale und der Brust, z. B.

   Abrasio, Nachkürettage, diagnostische Exstirpation,

   Hysteroskopie

- vaginale und abdominelle Operationen, z. B. Hysterektomien

   einschließlich Deszensus-Operationen, Laparoskopien

- Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapie, enterale

  und parenterale Ernährung

 

 

 

 

13. - 24.

37. – 42.

49. – 54.

Geburtsh./Präpartale Stat., Kreißsaal, Entbindung 37. – 42.

- ante- und intrapartale Cardiotokogramme

- Leitung von normalen Geburten auch mit Versorgung

  von Dammschnitten und Geburtsverletzungen

- Geburtshilfliche Operationen, z. B. Sektio, Forceps, Vakuum-

  Extraktion, Entwicklung aus Beckenendlage

- Erstversorgung einschließlich Erstuntersuchung des

  Neugeborenen

- Lokal- und Regionalanästhesie

- Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapie, enterale

  und parenterale Ernährung

 

 

25. – 30.

Poliklinik

- Kolposkopien

- Anfertigung von zytologischen Abstrichpräparaten

- Ultraschalluntersuchungen einschließlich Endosonographie

  und Dopplersonographie der weiblichen Urogenitalorgane und

  der Brust sowie der utero-plazento-fetalen Einheit auch im

  Rahmen der Fehlbildungsdiagnostik

 

- Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich der Gewinnung

  von Untersuchungsmaterial

- Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapie, enterale und parenterale

  Ernährung

 

 

31. – 36.

Onkologische Fachambulanz

- Kolposkopien

- Anfertigung von zytologischen Abstrichpräparaten

- Ultraschalluntersuchungen einschließlich Endosonographie

  und Dopplersonographie der weiblichen Urogenitalorgane und

  der Brust

- Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich der Gewinnung

  von Untersuchungsmaterial

- Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapie, enterale und parenterale

  Ernährung

 

 

 

 

6. Weiterbildung

 

Einmal wöchentlich findet für alle Klinikmitarbeiter ein Fortbildungsseminar zu einem zuvor bekanntgegebenen gynäkologisch/geburtshilflichen Thema statt. Hier werden vorzugsweise Weiterbildungsassistenten entsprechende Themen vortragen. Es besteht Teilnahmepflicht. Teilnahmegebühren für zusätzliche Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb der Facharztweiterbildung werden durch die Klinik für z.B. den Besuch des Balint-Gruppenkurses sowie eines Ultraschallgrundkurses übernommen. Darüber hinaus hat jeder Weiterbildungsassistent die Möglichkeit, möglichst aktiv aber auch passiv an Fortbildungsveranstaltungen bzw. Kongressen mit frauenärztlichen Fortbildungsinhalt teilzunehmen. Dafür stehen jedem Assistenten bis zu drei Fortbildungstage zur Verfügung.

Im letzten Weiterbildungsjahr empfiehlt sich die Teilnahme an einem zertifizierten DAGG-Kurs oder dem Ostseeseminar als Refresherkurs für Fachärzte bzw. fortgeschrittene Assistenzärzte. Das Studium aktueller Fachliteratur wird von jedem Weiterbildungsassistent erwartet.

 

7.Weiterbildungsverantwortliche

 

Frau Oberärztin Dr. A. Krause

 

 

 

Prof. Dr. med. B. Gerber                                                     

Direktor der Universitäts-Frauenklinik                                  

am Klinikum Südstadt

letzte Änderung: 04.07.2011