Klinikum Südstadt Rostock
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Klinikum Südstadt Rostock
Qualitätsbericht 2010

Zentrum für Gefäßmedizin

Funktionsbereich Gefäßchirurgie

 

 

verantwortlicher Arzt:

OA Dr. med. B. Kortmann

Tel.: 4401 - 4200

Stationsschwester:

Frau Elke Harmatha

Tel.: 4401 - 4200

 

Bei den folgenden Krankheitsbildern führen wir - wenn erforderlich - eine gefäßchirurgische Behandlung durch:

 

  • akute und chronische arterielle Durchblutungsstörungen
    • der Beine und Arme
    • der Bauch- und Beckenschlagadern
    • der hirnversorgenden Gefäße (Halsschlagadern)
    • krankhafte Erweiterungen und Aussackungen von Schlagadern (Aneurysmen)
    • Gefäßverletzungen
    • Krampfadern
    • diabetischer Fuß

Operationsangebot

Bei Verschlüssen oder hochgradigen Einengungen der Bein- und Armschlagadern sind verschiedene Operationsverfahren in Anwendung. Welches Behandlungsverfahren beim zu behandelnden Patienten angewandt wird, hängt von den der individuellen Ausprägung der Durchblutungsstörungen ab und wird für jeden Patienten individuell festgelegt.

 

In Frage kommen:

 Ausschälplastiken in verschiedenen Gefäßabschnitten von Bein- und Armschlagadern (Thrombendarteriektomie = TEA). Dabei wird die Eröffnung des Gefäßes durch Herausschälen der an der Gefäßinnenwand abgelagerten Materialien erreicht.

 

Umgehungsoperationen (Bypassoperationen) werden mit körpereigenen oder künstlichen Blutgefäßen durchgeführt, und durch Umleitung wird das Blut am Hindernis vorbei in den unzureichend versorgten Abschnitt geleitet.

Die Bypassverfahren werden zur Umgehung von Gefäßverschlüsen in vielen Körperregionen eingesetzt. Die Form des Bypasses richtet sich nach den Erfordernissen (z.B. Venenbypass bei Oberschenkel- und Kniekehlenarterienverschluß; Y-Bypass bei beidseitigem Beckenarterienverschluß).

 

Ausschälplastik an der Halschlagader – wird bei Verengungen des Abganges der inneren Halsschlagader durchgeführt. Meist wird ein Kunststoffstreifen eingenäht, um nach Ausschälen der Engstelle einen optimalen Blutfluß zum Gehirn zu erreichen.

 

Bei Schlagadererweiterungen (Aneurysma) im Bereich der Bauchschlagader bei einem Durchmesser ab 5 cm nimmt das Risiko des Platzens der Schlagader stark zu. Der Ersatz des erkrankten Abschnittes der Bauchschlagader durch eine Gefäßprothese kann das verhindern. Kommt es zum Platzen der Bauchschlagader (Ruptur) besteht höchste Lebensgefahr und die Operation muß schnellstmöglich erfolgen.

 

Auch Aneurysmen in anderen Schlagadern z.B. Kniekehlenschlagader können den Patienten durch Ruptur , Verschluß durch Blutgerinselbildung und Verstopfung durch Blutgerinsel in nachfolgenden Gefäßabschnitten gefährden. Der erkrankte Gefäßabschnitt werden entweder ersetzt oder durch einen Bypass ausgeschaltet.

 

Bei Gefäßverletzungen, die häufig als Folge von Unfällen auftreten, wird die Versorgung gemeinsam mit den Unfallchirurgen durchgeführt, um möglichst eine vollständige Wiederherstellung zu erreichen.

 

Krampfadern (Varizen) werden durch operative Eingriffe behandelt. Dabei werden die erkrankten Abschnitte entfernt und eine ”falsche” Flußrichtung in den Venen unterbrochen.

 

Bei Durchblutungsstörungen bei Diabetes mellitus mit einhergehenden Entzündungen und Absterben von Gewebe werden neben rekonstruierenden Eingriffen insbesondere im Fußbereich chirurgische Maßnahmen erforderlich, die zur Bekämpfung der Infektion und Erhaltung des Fußes beitragen.

 

letzte Änderung: 16.12.2011