Abteilung für Neonatologie und Neonatologische Intensivmedizin / Kinderschlafmedizin
Schlaflabor
Leiter: Dr. med. F. Kirchhoff
Telefon: +49 381 4401 5552 / Telefax: +49 381 4401 5599
Unser Schlaflabor ist durch die Deutsche Gesellschaft für
Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) akkreditiert.
Übersicht
- Was ist ein Kinderschlaflabor und was wird aufgezeichnet?
- Wann wird eine Schlaflaboruntersuchung durchgeführt?
- Wie bekomme ich einen Termin im Kinderschlaflabor?
- Was sollte ich zur Untersuchung mitbringen?
- Wie läuft die Untersuchung ab?
- Wie erfahre ich von dem Ergebnis der Untersuchung?
- Was ist eine Frühgeborenennachuntersuchung?
- Was kann ich schon vor der Untersuchung zu Hause machen?
- Wo erfahre ich mehr über die Themen Schlaf und Plötzlicher Kindstod?
In einem Kinderschlaflabor werden Kinder im Schlaf untersucht, bei denen z.B. ein Verdacht auf eine Schlafstörung, ein schlafgebundenes Anfallsleiden oder eine schlafgebundene Atmungsstörung besteht.
Gemessen werden die Hirnströme (EEG), Bewegungen der Augenmuskeln (EOG), Bewegungen der Kinnmuskeln (EMG), die Herzströme (EKG),der Atemfluss an der Nase, Atembewegungen an Brustkorb und Bauch sowie die Sauerstoffsättigung. Alle notwendigen Elektroden werden außen am Körper schmerzfrei angebracht. Die Gesamtheit der Aufzeichnung der verschiedenen Körperfunktionen wird auch als Polysomnographie bezeichnet.
Wann wird eine Schlaflaboruntersuchung durchgeführt?
Bei Erkrankungen der Atemwege, des Herz-Kreislauf-Systems, des Nervensystems, bei Gastroenterologischen- und Stoffwechselerkrankungen, bei Mund-Kiefer-Gesichtschirurgischen Erkrankungen und bei der Risikogruppe für den Plötzlichen Säuglingstod.
Wir führen Polysomnographien in allen Altersgruppen durch.
Wie bekomme ich einen Termin im Kinderschlaflabor?
Ansprechpartnerin ist Frau Dähne. Sie oder ihr Arzt können sie unter der Telefonnr. 0381- 4401- 5360 oder – 5552 erreichen. Bei Abwesenheit von Frau Dähne werden Termine von der Station, Tel. 0381-4401-5550, vergeben. Den notwendigen Einweisungsschein erhalten Sie von Ihrem Kinderarzt. Ableitungen am Tage werden nur bei sehr jungen Säuglingen oder in Ausnahmefällen durchgeführt. Zur Diagnosebestätigung muss sich dann aber zum nächstmöglichen Termin eine Nachtableitung anschließen.
Die Nachtableitung beginnt um 20.00 bzw. 20.30 Uhr und endet ca. um 7.00 Uhr am folgenden Tag.
Was sollte ich zur Untersuchung mitbringen?
Sie sollten die Unterlagen des Kindes, z.B. Vorsorgeuntersuchungsheft, Impfausweis, Befunde etc., den Einweisungsschein, Schlafsachen, Waschsachen, Kuscheltiere und - falls notwendig - Nahrung (d.h. bei Säuglingen die vorgekochten Flaschen) mitbringen. Wir sind stets bemüht, stillenden Müttern ein Bett bei Ihrem Kind anzubieten.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Falls möglich, erfolgt vor der Untersuchung bereits am Nachmittag ein Vorgespräch mit dem Arzt. Bei diesem Gespräch werden Sie über die Probleme des Kindes und die bisherige Krankheitsgeschichte befragt. Im Anschluss wird eine körperliche Untersuchung durchgeführt und die zusätzliche Diagnostik festgelegt, z. B. EKG, EEG, Ultraschalluntersuchung oder Blutentnahmen.
Am Abend melden sich die Eltern mit ihrem Kind auf der Neugeborenenstation. Von dort werden Sie von der zuständigen Schwester zum Kinderschlaflabor gebracht. Falls das zuvor erwähnte Gespräch und die Untersuchung noch nicht stattgefunden haben, wird beides jetzt durchgeführt. Selbstverständlich können Sie als Eltern beim Anlegen der Elektroden dabei sein und Ihrem Kind das Einschlafen in der fremden Umgebung durch Ihre Anwesenheit erleichtern.
Die Aufzeichnung und Speicherung der verschiedenen Körperfunktionen erfolgt durch ein spezielles Computersystem (Schlaflaborsystem Alice 4). Durch eine im Patientenzimmer installierte Infrarotkamera und ein Mikrophon ist auch in der Dunkelheit, neben der apparatetechnischen Überwachung, eine kontinuierliche optische und akustische Beobachtung unserer Patienten im Kontrollraum durch Arzt und Schwester garantiert. Wachphasen, Lageveränderungen u.ä. werden sorgfältig dokumentiert und bei der Befunderstellung durch den Arzt berücksichtigt.
Wie erfahre ich von dem Ergebnis der Untersuchung?
Der Arzt erstellt aus den aufgezeichneten Daten zum nächstmöglichen Zeitpunkt den polysomnographischen Befund. Mit den Eltern wird das weitere diagnostische oder therapeutische Vorgehen besprochen. Bei zugewiesenen Patienten erhält der einweisende Kinderarzt umgehend den Befund und entsprechende Behandlungsempfehlungen zugesandt. In jedem Fall wird der Kinderarzt schon vorab telefonisch über den Befund informiert. Falls eine Monitorüberwachung empfohlen wird, kann dieser umgehend durch eine von uns informierte Firma geliefert werden. Sie werden natürlich auch in die Handhabung des Gerätes eingewiesen.
Was kann ich schon vor der Untersuchung zu Hause machen?
Sie können ein Schlaftagebuch (Schlafprotokoll für Säuglinge, Schlafprotokoll für Kinder > 1 Jahr) führen oder bereits den Fragebogen (Fragebogen für Kinder unter 6 Monaten, Fragebogen für Kinder über 6 Monate) ausfüllen.
Wo erfahre ich mehr über die Themen Schlaf und Plötzlicher Kindstod?
- Homepage der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)
- Elternratgeber Schlafstörungen der DGSM
- Homepage der Gesellschaft zur Erforschung des Plötzlichen Säuglingstodes (GEPS)
- Elternratgeber
- Elternratgeber Schlafstörungen der BZGA
- gesunde Schlafumgebung
- DGKJ Elterninfo Schlaf
- Schlaf behinderter Kinder
- Informationen zum Bettnässen







