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Intensivmedizinische Station

Auf der Intensivstation werden jährlich unter anästhesiologischer Leitung etwa 1250 Patienten behandelt. Der intensivmedizinischen Behandlung werden Patienten nach großen und ausgedehnten operativen Eingriffen der Allgemeinchirurgie, Viszeralchirurgie, bariatrischen Chirurgie, Unfallchirurgie/Orthopädie, onkologischen Urologie, Gynäkologie sowie falls notwendig nach der Geburt zugeführt.

Ebenfalls übernehmen wir die intensivmedizinische Behandlung kritisch kranker Patienten mit kardiologischen, gastroenterologischen, onkologischen, nephrologischen, endokrinologischen und rheumatologischen Erkrankungen. Zusätzlich werden auch Patienten mit neurochirurgischen, neurotraumatologischen und psychiatrischen Krankheitsbildern behandelt, bis die Übergabe an eine nachbehandelnde Fachklinik möglich ist.

Die Intensivstation verfügt über 14 Betten, die alle als Beatmungsplatz komplett und modern ausgestattet sind. Die Behandlung erfolgt in Einzel- und Doppelzimmern. Neben den mehrfach täglichen anästhesiologischen Visiten finden allmorgendliche interdisziplinäre Visiten mit allen beteiligten Fachgebieten statt.

Die Intensivmedizin am Klinikum Südstadt ist durch eine hohe Fachkompetenz gekennzeichnet. Sieben Ärztinnen und Ärzte sind im Besitz der Zusatzqualifikation „Anästhesiologische Intensivmedizin“. Zudem hat die Klinik für diese Weiterbildung die volle Ausbildungsbefugnis von 2 Jahren.

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Behandlungsverfahren

Das erweiterte hämodynamische Monitoring findet breite Anwendung. Etablierte Verfahren wie PICCO®, transthorakale und transösophageale Echokardiografie, CEVOX® und LIMON® werden routinemäßig eingesetzt und bei speziellen Fragestellungen z.B. auch durch Pulmonaliskatheterisierungen ergänzt. Ein modernes portables Sonografiegerät steht für die abdominale, thorakale, topographische und kardiale Ultraschalldiagnostik zur Verfügung.

Als Neuromonitoring kommt das BIS®-Monitoring zur Anwendung. Zur erweiterten zerebralen Diagnostik stehen das EEG sowie die Ableitung von evozierten Potentialen zur Verfügung.

Ein Schwerpunkt der Behandlung auf der ITS ist der Einsatz von extrakorporalen Organersatzverfahren. Alle kontinuierlichen Nierenersatztherapien (CVVH, CVVHD, CVVHDF) werden angewandt, die drei Geräte werden überwiegend mit Zitrat-Antikoagulation betrieben. Diskontinuierliche Behandlungen erfolgen in Zusammenarbeit mit nephrologischen Konsiliarien in einem speziell ausgestatteten Intensivzimmer. Auch die Plasmapherese (TPE) und die Adsorptionsbehandlung mit Aktivkohle bei Intoxikationen sowie das MARS®-Verfahren zur Leberersatztherapie sind etablierte Behandlungsmethoden.

Bei linksführendem kardialem Pumpversagen – auch nach kardiologischen Interventionen - kommt die intraaortale Ballonpumpe (IABP) zum Einsatz.

Auf allen Intensivbehandlungsplätzen ist der Einsatz der nicht invasiven Beatmung (NIV) möglich und findet breiteste Anwendung. Zum Behandlungskonzept des akuten Lungenversagens (ARDS) gehören neben der Lagerungs- (kinetisches Bett), Bauchlagerung) und moderner Beatmungstherapie auch Verfahren zur Lungenunterstützung (ILA) mit extrakorporaler CO2-Elimination (NOVALUNG®). Im Rahmen der Beatmungsentwöhnung ist der Einsatz der zwerchfellgesteuerten Beatmung (NAVA-Konzept) möglich.

Mobilisation

Für die postoperative Überwachung von Patienten nach größeren aber nicht intensivstationspflichtigen Operationen steht eine IMC-Station (Intermediate Care) mit 4 Betten zur Verfügung. Patienten der IMC-Station werden in der Regel nach der ersten Nacht auf die Normalstation verlegt.

Da die Mobilisation eines Patienten nach schwerer Erkrankung mit Bettlägerigkeit erfahrungsgemäß sehr viel Hilfe und Unterstützung bedarf, haben wir sehr aktive und einfühlsame Physiotherapeuten auf der Intensivstation. Zusätzliche Unterstützung bekommen unsere Patienten durch technische Hilfen (z.B. Mobilisationsstuhl), die es erlauben, selbst beatmete Patienten schon frühzeitig zu mobilisieren. Für stark übergewichtige Patienten werden für die Intensivstation Spezialbetten vorgehalten.

Diagnostik

Die Intensivstation verfügt über eine umfangreiche Labordiagnostik direkt auf der Station. Dadurch ergänzen sich die schnelle und zuverlässige Arbeit der Abteilung für Labordiagnostik mit den kurzen Ergebnisszeiten des Point-of-Care Labors zu einer umfassenden, sicheren und zeitnahen Labordiagnostik. Das infektiologische Management ist geprägt durch zügige und  umfassende Materialgewinnung, eine krankenhauseigene und stationsbezogene Erreger- und Resistenzstatistik sowie tägliche mikrobiologische Besprechungen. Diese erfolgen in enger Zusammenarbeit mit dem direkt im Haus befindlichen mikrobiologischen Labor. Ein hoher Hygienestandard, ein modernes Antibiotikaregime und die Teilnahme am KISS-System zur Erfassung der nosokomialen Infektionen sind Bestandteil des Qualitätsmanagements, letzteres ist Teil eines überregionalen Qualitätsvergleichs.

Angehörige

Für Angehörige ist die Station grundsätzlich jederzeit offen. Auch wenn Patientenpflege, ärztliche Diagnostik und Therapie einen langdauernden Besuch bei Ihren Angehörigen nicht immer zulassen, so ermuntern wir immer zu Besuchen auch während der Intensivbehandlung. Bei Krisensituationen stehen für Patienten und Angehörige Mitarbeiter des Psychosozialen Zentrums und der Krankenhausseelsorge zur Verfügung.

Ihre Ansprechpartner

Dr. med. Udo Brüderlein
Leitender OA Intensivmedizin

+49 (0)381 4401 - 3500
udo. bruederlein@kliniksued-rostock.de


Gesine Krohn
Stationsleitung Pflege Intensivstation

+49 (0)381 4401 - 3530