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Computertomographie

Die Computertomographie (CT) ist ein modernes Verfahren unter Anwendung von Röntgenstrahlen. Es werden viele kleine Bildanteile aus verschiedenen Richtungen aufgenommen, die dann vom Computer rechnerisch zusammengesetzt werden. Es entstehen dabei Schnittbilder (scheibchenweise Darstellung des Körpers). Überlagerungen durch Strukturen wie Knochen, Luft o.a. können dank der Bildbearbeitungstechnik nicht mehr stören. Dementsprechend kann man gesunde und erkrankte Strukturen gut unterscheiden. 

Mit modernen Geräten ist eine besonders schnelle spiralförmige Aufnahmetechnik möglich. Dadurch können CT-Aufnahmen großer Körperabschnitte mit hoher Auflösung in kurzer Zeit (z.B. bei angehaltener Atembewegung) angefertigt werden, was Bildqulität und diagnostische Möglichkeiten verbessert.

Computertomographie

Mittels Kontrolle und Steuerung durch das CT führen wir spezialisierte und hochspezialisierte minimal-invasive Eingriffe aus. Die Entscheidungen dazu werden in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit und Absprache mit den klinischen Fachdisziplinen getroffen. Unsere Mitarbeiter besitzen die entsprechende Qualifikation, unsere Geräte eine spezielle Ausgestattung, um diese Prozeduren mit hoher Qualität auszuführen.

Um auch übergewichtigen Patienten eine CT-Untersuchung in hoher Qualität anbieten zu können, hat das Klinikum 2012 ein spezielles CT-Gerät mit einer erweiterten Öffnung, einem vergrößerten Blickfeld und einem Untersuchungstisch, der bis 305 kg belastet werden kann, angeschafft. Damit sind beste Voraussetzungen für die Patienten des Adipositas-Zentrums unseres Hauses gewährleistet.

Alle CT-Geräte sind bei uns mit den modernsten Methoden für eine Minimierung der Strahlenbelastung ausgestattet.

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Was muss ich vor der Untersuchung beachten?

Bei der Untersuchung von Kopf, Hals und Brustraum ist zumeist keine besondere Vorbereitung nötig.

Bei der computertomographischen Untersuchung des Bauches, vom Arzt als Abdomen bezeichnet, kann die Qualität der Untersuchung bei bestimmten Fragestellungen durch das Trinken eines Kontrastmittels verbessert werden. Sie müssen hierfür ca. 1 Liter Kontrastmittel trinken. Da diese Menge nicht innerhalb kurzer Zeit getrunken werden kann, müssen Sie mit einer Vorbereitungszeit von mindestens einer Stunde rechnen.

Bei vielen computertomographischen Untersuchungen ist die intravenöse Gabe von jodhaltigem Kontrastmittel notwendig. Für den untersuchenden Arzt ist es daher wichtig, ob Sie an einer Schilddrüsen-, Nierenerkrankung oder Allergie leiden bzw. metforminhaltige Antidiabetika einnehmen, um gemeinsam mit Ihnen entsprechende vorbeugende oder nachsorgende Maßnahmen zu ergreifen.

Selten werden Reaktionen wie z.B. Hautrötung, Juckreiz, Übelkeit oder Herzrasen beobachtet, die sich häufig rasch spontan zurückbilden oder medikamentös behandelt werden können. Bitte melden Sie sich unverzüglich bei uns. Auch Bei Patienten mit bekannten Unverträglichkeiten kann durch  Medikamente im Vorfeld der Untersuchung eine Reaktion unterbunden oder abgeschwächt werden.

Wenn eine Schwangerschaft nicht sicher auszuschließen ist, sollte eine Röntgenuntersuchung, sofern möglich, verschoben werden, da während einer Schwangerschaft  nur in sehr dringlichen Fällen Röntgenuntersuchungen erfolgen sollen.

Wie läuft die CT-Untersuchung ab?

Die Untersuchung erfolgt im Liegen und besteht aus einer oder mehreren Bildserien, deren Dauer zwischen Sekunden und wenigen Minuten liegt. Bei der Computertomographie gilt absolut ruhiges Liegen als wichtigste Voraussetzung für eine hohe Aussagekraft  der Untersuchung. Dies ist vergleichbar mit dem Fotografieren – Unruhe ergibt verwackelte, unscharfe Bilder.

Abhängig von der Fragestellung benötigen wir anschließend deutlich mehr Zeit, um die Bilder auszuwerten. Dabei werden teils sehr aufwendige und umfangreiche Nachbearbeitungsverfahren angewendet, um alle Informationen der Untersuchung optimal für Sie zu nutzen.   Bitte haben Sie Verständnis, dass wir unmittelbar nach dem Untersuchungsende (nur für Sie) über das Ergebnis noch keine Auskünfte erteilen können, weil wir die Ergebnisse noch aufarbeiten müssen.

Was ist eine CT-Angiographie?

Bei der CT-Angiographie wird das zu untersuchende Gefäßsystem mit einem Röntgenkontrastmittel markiert, welches über eine venöse Kanüle gespritzt wird. Das Kontrastmittel fließt dabei in den Gefäßen und ermöglicht so Aussagen über den Zustand der Gefäßwände, Gefäßaussackungen, Gefäßverschlüsse, Kalkeinlagerungen oder besondere Eigenschaften des Blutflusses. Die Untersuchungszeit (von der nur Sekunden auf die eigentliche Röntgenanwendung entfallen) beträgt 10 - 30 Minuten. Mit speziellen aufwendigen Auswerteverfahren (2 - und 3- dimensionale Rekonstruktionen) können die Blutgefäße in ihrem Verlauf abgebildet und krankhafte Veränderungen erkannt werden.

Was versteht man unter einer bildgestützten Biopsie und Drainage?

Unter CT- oder Ultraschall-Steuerung  und Sicht ist es möglich, mit Hilfe von feinen Kanülen minimalinvasiv Gewebsproben aus verschiedenen Organen an sonst schwer zugänglichen Stellen zu entnehmen. Computertomographie oder Ultraschall dienen dabei dazu, den Erkrankungsherd genau zu treffen und eine Verletzung benachbarter Organe zu verhindern. Das entnommene Gewebe wird dann feingeweblich untersucht.

Bildgestützt können ebenso minimalinvasiv und auf sicherem Wege Instrumente ins Körperinnere vorgeführt werden, um Flüssigkeits- bzw. Eiteransammlungen sowie Lymphzysten mit Drainagen (Schläuchen) zu entlasten.

Üblicherweise ist hierfür nur eine örtliche Betäubung notwendig, die für eine schmerzfreie oder sehr schmerzarme Prozedur ausreicht.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Was versteht man unter Knochenbiopsien (unter Einschluss von Wirbelsäule und Becken)?

Unter Anwendung radiologischer Verfahren können bildgestützt kleine Instrumente minimal-Invasiv auf sicherem Wege auch zu weit zentral und versteckt liegenden Knochen vorgeführt werden, wenn dort  herdförmige Veränderungen vorliegen.Es wird eine Knochenprobe entnommen und dann feingeweblich untersucht.

Schwer zugängliche Stellen sind bestimmte Abschnitte des Beckenskeletts und die Wirbelsäule. Unter CT-Sicht sind auch diese Regionen schonend, sicher und minimal-Invasiv erreichbar. Häufig reicht auch hier eine örtliche Betäubung aus.

Was versteht man unter einer Sympathikolyse?

Der Sympathicusnerv ist ein „Eingeweidenerv“. Er beeinflusst u.a. die Durchblutung und ist mitverantwortlich für akute bzw. chronische Schmerzzustände. Man unterscheidet zwischen der Lumbalen und der Thorakalen Sympathikolyse.

Lumbale Sympathikolyse

Die Sympathikolyse (Grenzstrangblockade) im Bereich der Lendenwirbelsäule ist ein Eingriff zur Steigerung der Durchblutung des Beines bei bestimmten Formen von Gefäßerkrankungen, Reflexdystrophie oder schweren, nicht beeinflussbaren Schmerzzuständen. Im Computertomographen kann der Sympathicusnerv sichtbar gemacht werden. In örtlicher Betäubung wird dann eine sehr dünne Nadel bis an diesen Nerven an der Wirbelsäule vorgeführt. Danach erfolgt die Injektion eines Medikamentes, um den Nerven zu veröden. 

Thorakale Sympathikolyse

Bei Durchblutungsstörungen im Bereich der  Arme, schweren Schmerzzuständen aufgrund entzündlicher oder degenerativer Veränderungen des Schultergürtels oder überschießender Schweißbildung an den Händen (Hyperhidrosis) kann die Ausschaltung des Nervus sympathicus im oberen Bereich der Brustwirbelsäule helfen. Auch hier wird im Computertomographen der Sympathicusnerv sichtbar gemacht, eine sehr dünne Nadel an den Nerven vorgeführt und  durch die Injektion eines Medikamentes verödet.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. 

Was versteht man unter einer PRT?

Eine PRT ist eine spezielle radiologische Schmerztherapie bei Rückenleiden, verursacht durch Verschleißerscheinungen oder einen Bandscheibenvorfall der Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule, wenn die Beschwerden auf eine Reizung einer oder mehrerer Nervenwurzeln zurückzuführen sind und durch konventionelle Schmerzbehandlung keine dauerhafte Linderung erfahren.

Der Therapieeffekt beruht darauf, entzündungshemmende Medikamente (in der Regel Lokalanästhetikum und Depot-Kortison) möglichst nahe an die schmerzhaft gereizte und geschwollene Nervenwurzel heranzubringen.

Unter CT-Kontrolle wird eine dünne Injektionsnadel bis an die Nervenwurzel vorgeschoben. Nach Kontrolle der Nadellage werden antientzündliche Medikamente gespritzt. Das Ziel ist eine Rückbildung der Nervenschwellung, verbunden mit einem Rückgang der Beschwerden. In der Regel sind mehrere Behandlungen erforderlich.

An dem Behandlungstag ist das Führen von Kraftfahrzeugen nicht erlaubt.

Sollten Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen, so sind diese rechtzeitig vor der  Behandlung abzusetzen. Dazu ist die Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt erforderlich.

Was versteht man unter einer Facettengelenkblockade, Facettendenervierung?

Rückenschmerzen können durch Reizungen oder Arthrose der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) ausgelöst werden.

Hier hilft oft die s.g. Facettenblockade. Dabei wird eine dünne Nadel unter CT-Sicht an die Gelenkkapsel vorgeführt und diese mit einer Mischung aus Schmerzmittel und Depotkortikoid umspritzt. In der Regel sind mehrere Behandlungen erforderlich.

Führt eine mehrmalige Facettengelenkblockade zu einer kurzfristigen, aber nicht anhaltenden Linderung der Beschwerden, besteht die Möglichkeit einer Gelenkapseldenervierung. Darunter versteht man das Veröden der Nervenenden an der Gelenkkapsel, die für die Schmerzaufnahme verantwortlich sind. Für die Ausschaltung stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Wir führen die Verödung nach einer Betäubung mit einem hochprozentigen medizinischen Alkohol unter CT-Kontrolle durch. Anfänglich kann ein gewisser Reizzustand eintreten, so dass der gewünschte Effekt oft erst mit einer gewissen Verzögerung eintritt.

An dem Behandlungstag ist das Führen von Kraftfahrzeugen nicht erlaubt.

Sollten sie blutverdünnende Medikamente einnehmen, so sind diese rechtzeitig vor der  Behandlung abzusetzen. Dazu ist eine Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt erforderlich.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Was versteht man unter einer Plexus coeliacus-Blockade?

In enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Vizeralchirurgen, Onkologen und Gastroenterologen unseres Hauses (Tumorzentrum) werden den Patienten nach gemeinsamer Besprechung Vorschläge für die Behandlung unterbreitet.

Der Plexus coeliacus (Sonnengeflecht) ist ein Nervengeflecht im Oberbauch. Bei bestimmten Erkrankungen kann eine Blockade dieses Nervengeflechts zur Schmerzausschaltung im Oberbauch sinnvoll sein. Das trifft insbesondere bei Tumorschmerzen, vor allem beim Bauchspeicheldrüsenkrebs, aber auch beim Leberkapselschmerz durch Metastasen in der Leber oder schwere Verlaufsformen einer Bauchspeicheldrüsenentzündung zu.

Unter CT-Sicht werden dünne Kanülen zum vor der Wirbelsäule gelegenen Nervenplexus vorgeführt. Die Blockade erfolgt durch Injektion eines Betäubungsmittels und hochprozentigen medizinischen Alkohols.

Durch den Eingriff ist eine sehr rasche Besserung der Schmerzsituation zu erzielen. Häufig können andere Schmerzmedikamente, die u.U. das Allgemeinbefinden beeinflussen, abgesetzt oder reduziert werden.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Was versteht man unter einer Kreuzbeinbruchbehandlung mittels Sakroplastie oder Verschraubung (Becken)?

In enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Unfallchirurgen unseres Hauses haben wir minimalinvasive Konzepte zur Behandlung von Beckenfrakturen entwickelt. Nach gemeinsamer Besprechung werden den Patienten Vorschläge für die Behandlung unterbreitet.

Frakturen des Kreuzbeines können durch einen Unfall oder aber bei Osteoporose im Sinne von Insuffizienzfrakturen entstehen. Es handelt sich dabei um eine oft übersehene Verletzung des höheren Lebensalters, welche zu erheblichen Schmerzen und Immobilität führen kann. Beste Diagnostikverfahren sind die Magnetresonanztomografie und Computertomografie.

Unter CT-Sicht werden über einen winzigen Schnitt schonend Instrumente in den Frakturbereich des Kreuzbeins eingeführt. Anschließend erfolgt unter radiologischer Kontrolle das Einspritzen eines speziellen Knochenzementes zur Stabilisierung der Fraktur. Ziel der Behandlung ist eine rasche Schmerzlinderung und Wiederherstellung der Gehfähigkeit der Patienten.

Nach starker Gewalteinwirkung auf das Becken im Rahmen eines Unfalls kann es neben knöchernen Verletzungen im vorderen Beckenabschnitt auch zu einer Kreuzbeinfraktur kommen. Als wenig invasives Verfahren wenden wir zur Behandlung der Kreuzbeinfrakturen die s.g. transiliosakrale Verschraubung unter CT-Führung an. Über zwei kleine Hautschnitte wird die Fraktur durch zwei Schrauben stabilisiert.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Was versteht man unter einer Ablation von Tumoren in Leber, Lunge, Niere etc.?

In enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Vizeralchirurgen, Onkologen und Gastroenterologen unseres Hauses (Tumorzentrum) werden den Patienten nach gemeinsamer Besprechung Vorschläge für die Behandlung unterbreitet.

Bei der Thermoablation handelt es sich um ein Verfahren, bei dem mittels lokal angewendeter Hitze bösartiges Gewebe zerstört wird.Nach örtlicher Betäubung wird eine Sonde (bleistiftminendick) durch die Haut direkt in das tumorös veränderte Gewebe der betroffenen Organe eingeführt. Um die Sondenspitze exakt im Zentrum des bösartigen Befundes zu platzieren, wird dieser Vorgang ständig mittels Computertomographie kontrolliert. Über die Sonde wird das umgebende Gewebe erhitzt und verkocht. Technisch realisieren wir diese Prozedur durch die Anwendung von Mikrowellenstrahlung im Tumor.

Mit dieser Methode können Tumore bis max. 4 bis 5 cm Größe behandelt werden. Wir bevorzugen für diese Behandlung eine Allgemeinnarkose.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. 

Was versteht man unter Markierung von Tumoren im Brust- und Bauchraum mit Goldmarkern vor Cyberknife-Behandlung?

Im April 2011 wurde das erste Cyberknife-Zentrum in Norddeutschland (Güstrow) eröffnet. Bei dem Verfahren handelt es sich um die modernste, hochpräzise Strahlenbehandlung von Tumoren.  Das System verfolgt, erkennt und korrigiert die Bewegung von Tumor und Patient während der Behandlung in Echtzeit. Es wird als robotergestützte Radiochirurgie bezeichnet.

Dann werden Tumore im Brust- und Bauchraum mit kleinen Goldclips markiert. Diese Goldmarker werden von uns unter Sicht der Computertomografie im oder am Tumor in örtlicher Betäubung platziert, um die Voraussetzungen für eine optimale Cyberknife-Behandlung zu schaffen.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Ansprechpartnerin

Dr. med. univ. Betim Oda +49 (0)381 4401 - 6435